Gedenken am Lebenshilfehaus in Sinzig

In der Nacht vom 14./15. Juli 2021 kamen 13 Bewohnerinnen und Bewohner der Lebenshilfe Ahrweiler auf tragische Weise zu Tode. Zwölf von ihnen verstarben im Lebenshilfehaus in Sinzig.

Anlässlich des fünften Jahrestages der Katastrophe fand am Lebenshilfehaus ein ökumenischer Gedenkgottesdienst für Angehörige, Bewohnerinnen und Bewohner, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Freundinnen und Freunde und die Mitglieder der Lebenshilfe Ahrweiler e.V. statt.

Der Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe Ahrweiler, Ulich van Bebber, wies in seiner Begrüßung auf die Spuren hin, die das Ereignis hinterlassen hat und auch noch lange hinterlassen wird. Nach einem musikalischen Intro durch Laura Schwarz und Marco Wrobel nahmen Landespfarrerin Bianca van der Heyden und Pastoralreferent i.R. Wolfgang Henn den Schmerz über den Verlust der 13 Menschen in den Gottesdienst auf. Sie benannten aber auch, wie sehr der Zusammenhalt und die Gemeinschaft die Menschen innerhalb und außerhalb der Lebenshilfe nach der Katastrophe gestärkt haben.

Bianca van der Heyden erzählte vom Einsatz der Notfallseelsorge am Morgen nach dem Unglück. Sie berichtete, dass jede*r einzelne der verstorbenen Bewohnerinnen und Bewohner von Notfallseelsorgerinnen am Unglücksort gesegnet worden war.
In diesem Wissen wurden im Gottesdienst die 13 Namen verlesen. Zu jedem Namen wurde eine Kerze angezündet und von Bewohnerinnen und Bewohnern eine Sonnenblume zum Altar gebracht. Auch die Fürbitten wurden von Bewohnerinnen und Bewohnern formuliert und vorgetragen. Zum Abschluss des Gottesdienstes hatten sie sich das Lied „Regenbogenfarben“ von Kerstin Ott gewünscht, einem Lied, das von Vielfalt, Lebendigkeit und Zukunft handelt.

Vor dem Gottesdienst und im Anschluss an den Gottesdienst hatte das Café SolidAHRität im Gemeindezentrum der Ev. Kirchengemeinde seine Türen für alle Teilnehmenden geöffnet.