Nachsorge für Betroffene des Busunglücks auf Madeira

Nachsorge-Treffen für Betroffene des Busunglücks auf Madeira im April 2019

Am 17. April 2019 verunglückte ein Reisebus auf der Fahrt von Canico nach Funchal. Die 56 Insassen, 54 deutsche Touristen, der portugiesische Busfahrer sowie eine Reiseleiterin befanden sich auf dem Weg zu einem traditionellen Abendessen, als der Bus, kurz nach der Abfahrt auf abschüssiger Strecke von der Fahrbahn geriet und eine Böschung hinab in ein Haus stürzte.

28 Urlauber wurden sofort getötet, einer verstarb im Krankenhaus, 28 weitere Menschen, darunter der Busfahrer, wurden zum Teil sehr schwer verletzt.

Bei einem ersten durch die Notfallseelsorge der Evangelischen Kirche im Rheinland durchgeführten Treffen für Hinterbliebene, Verletzte und mehrfach Betroffene am 09./10. November 2019 nahmen 34 Hinterbliebene, Verletzte und mehrfach Betroffene teil. Neben dem Austausch über den aktuellen Sachstand der Ermittlungen standen vor allem der Erfahrungsaustausch und die Vernetzung mit den anderen Betroffenen des Unglücks im Mittelpunkt des Wochenendes. Die Gelegenheit, sich gemeinsam über gemeinsam erlebtes Unglück auszutauschen und den Hinterbliebenen von den letzten Tagen ihrer Lieben erzählen zu können, tat den Betroffenen spürbar gut. Das von den Betroffenen dringend erbetene weitere Treffen kurz nach dem Jahrestag konnte aufgrund der Corona-Situation ebenfalls nicht stattfinden. Die Notfallseelsorge bietet ihnen deshalb die Möglichkeit eines weiteren Treffens im November 2020 an, das durch die STIFTUNG NOTFALLSEELSORGE gefördert wird.