Rückblick Nachsorge

Informationen zur vergangenen Nachsorge-Projekten

Nachsorge der Betroffenen der Tsunami-Katastrophe 2004

Das Erdbeben im Indischen Ozean am 26. Dezember 2004 löste eine Reihe von verheerenden Tsunamis an den Küsten des Indischen Ozeans aus. Insgesamt starben durch das Beben und seine Folgen etwa 223.000 Menschen, über 110.000 Menschen wurden verletzt. Mehr als 4000 Menschen kamen allein in der Region um Khao Lak, Thailand ums Leben, 552 Deutsche sind unter den Opfern, davon sind 13 Opfer bis heute vermisst.

Zwischen dem Deutschen Roten Kreuz und der Notfallseelsorge der Evangelischen Kirche im Rheinland ist nach dem Seebeben in Südasien 2004 eine mittel- bis langfristige psychosoziale Unterstützung und seelsorgerliche Begleitung für Angehörige in dem Projekt „hoffen bis zuletzt“ angelaufen. In den ersten Jahren nach der Katastrophe wurden zahlreiche Angehörigentreffen, die Gestaltung der Jahrestage im In- und Ausland und eine Begleitung zu den Todesorten in Thailand angeboten.

Betroffene schlossen sich in Netzwerken zusammen und halten bis heute den Kontakt untereinander. Zwischendurch, besonders aber zu sensiblen Zeiten, etwa an den Jahrestagen, suchen Betroffene den Kontakt zur Notfallseelsorge.

Gedenkfahrt zum 15. Jahrestag der Tsunami-Katastrophe vom 26.12.2004

Zum 15. Jahrestag der Tsunamikatastrophe begleitete deshalb ein Team der Stiftung Notfallseelsorge Angehörige, Betroffene und ihre Familien in Thailand. Obwohl fast 15 Jahre nach einer Katastrophe deutlich schwerer Förderer zu finden sind, gingen Spenden der EKD, des Ministerpräsidenten des Landes NRW und privaten Spendern bei der STIFTUNG NOTFALLSEELSORGE ein. Diese waren sowohl als Zuschuss für die Reisekosten einiger Angehöriger bestimmt, als auch zur Bestreitung der Gesamtkosten der Gedenkfahrt. Auch der gemeinsame Gottesdienst am Heiligen Abend, ein schützendes Zelt am Strand und die Versorgung mit Getränken und Speisen wurde aus den Spendenmitteln finanziert.

Mit der Gedenkreise zum 15. Jahrestag der Katastrophe wurden die durch das Landespfarramt durchgeführte Nachsorge abgeschlossen.

 

 

10. Jahrestag Loveparade

Am 24. Juli 2010 kamen im Gedränge der Loveparade 21 überwiegend junge Menschen zu Tode. Mehrere Tausend Menschen trugen aus der Katastrophe körperliche und seelische Verletzungen davon, sehr viele Einsatzkräfte aus Feuerwehr, Rettungsdienst, den Hilfsorganisationen und der Polizei wurden durch ihren Einsatz hochgradig belastet.

Bereits unmittelbar nach dem Unglück begleitete die STIFTUNG NOTFALLSEELSORGE Angehörige der Todesopfer und durch die Katastrophe an Körper und Seele Verletzte aus unterschiedlichen Nationen.  Neben den durch die STIFTUNG NOTFALLSEELSORGE durchgeführten Treffen für Verletze und Angehörige und der Gestaltung des ersten Jahrestags führte das Team der STIFTUNG NOTFALLSEELSORGE unzählige Einzelbegleitungen von Betroffenen durch. Die Maßnahmen und Begleitungen wurden 2013/14 an die Stiftung Duisburg 24.07.2010 übergeben. Mit der Überweisung der noch auf dem Konto der STIFTUNG NOTFALLSEELSORGE befindlichen zweckgebundenen Spenden wird das Projekt zum 10. Jahrestag der Loveparade-Katastrophe abgeschlossen.